Rennsportler auf Erfolgswelle

Das Jahr 2018 war für den Hessischen Kanurennsport sehr erfolgreich. Bereits im Laufe der Wettkampfsaison konnte man erkennen, dass unsere Sportler besonderes bei der weiblichen und männlichen Jugend ganz vorne mitfahren können. Dies bestätigte sich dann auch bei den Deutschen Meisterschaften und den Olympic Hope Games.

Nur wenige Tage nach dem überaus erfolgreichen Abschneiden bei den Kanu Weltmeisterschaften in Montemor/Portugal trafen sich die Besten deutschen Kanurennsportler zu den nationalen Titelkämpfen in Hamburg. Der Hessische Kanu-Verband war zum großen Teil mit Sportlern in der Schüler- und Jugendklasse am Start. Diese Sportler mussten sich bei den Süddeutschen Meisterschaften für die Teilnahme qualifizieren. 

Bei den Rennen in den Jugendklassen ging es nicht nur um die Medaillen, sondern auch um die Teilnahme an den Olympic Hope Games in Posen/Polen. Die Teilnahme erreichten Enja Rößeling, Elin Rößeling und Rieke Rienäcker vom WVC Kassel, sowie Simon Specht vom WSV Lampertheim. Weiterhin ging es in Hamburg um die Gesamtwertung im Nationalmannschaftscup. 

Die Gewinner dieses Nationalmannschaftscups sind die Sportler die bei insgesamt vier Regatten in der Saison im Einer die besten Ergebnisse erreichten. Wohl einmalig in diesem Cup ist die Wertung bei der weiblichen Jugend. Gewinnerin wurde Rieke Rienäcker vor Enja Rößeling und Elin Rößeling alle 3 vom WVC Kassel. Natürlich gewannen die Sportlerinnen auch die Mannschaftswertung und konnten sich über Gutscheine zum Kauf von Sportausrüstung freuen. Auch Simon Specht vom WSV Lampertheim zeigte im Verlauf der Saison hervorragende Leistungen und belegte bei der männlichen Jugend den dritten Platz. Auch er wurde für seine Leistungen über die gesamte Saison mit einem Gutschein belohnt. 

Wettkämpfe in Hamburg 

Obwohl die Sportler im Jahresverlauf durch gezieltes Training und in mehreren Trainingslagern auf diese Meisterschaft vorbereitet wurden, lag die Messlatte in Hamburg sehr hoch. In den Rennen der Schüler dominierten hauptsächlich die Sportler aus den Sportschulen und Leistungszentren aus den östlichen Bundesländern. So konnte sich nur Franka Thierfelder vom Kajakteam Hessen im Einer über 500m für das Finale qualifizieren und belegte darin den neunten Platz. Besser platzierten sich die Hessischen Sportler bei der weiblichen und männlichen Jugend. 

Höhepunkt aus Hessischer Sicht war der Gewinn der Deutschen Meisterschaft im Zweierkajak über 200m. Enja und Elin Rößeling siegten vor den Booten aus Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Rieke Rienäcker und Paula Maurer belegten in diesem Rennen den neunten Platz. In den Einer Wettbewerben zeigten die drei Sportlerinnen vom WVC Kassel hervorragende Leistungen. Elin Rößeling gewann über 200m und 5000m die Silbermedaille und über 1000m konnte sie sich über Bronze freuen. Dazu kam noch der 6. Platz über 500m. Rieke Rienäcker wurde im Einer über 500m Dritte und somit Gewinnerin der Bronzemedaille, über 200m kam sie auf den 7. Platz. Enja Rößeling bestätigte Ihre guten Leistungen bei dieser Meisterschaft mit einem 5. Platz über 500m und dem 8. Platz über 200m. Die bereits genannten Sportlerinnen vom WVC Kassel fuhren zusammen mit Paula Maurer vom KC Lampertheim im Viererkajak über 500m auf einen undankbaren vierten Platz. 

Dass Simon Specht 2018 bei der männlichen Jugend bei den Meisterschaften bei der Titelvergabe ein Wörtchen mitreden kann, zeigte sich bereits an den vorausgegangenen Wettkämpfen und Ergebnissen. Seine Vielseitigkeit über die verschiedenen Wettkampfstrecken ist schon beeindruckend. Im Einerkajak über 1000m gewann er nach einem beeindruckenden Endspurt die Silbermedaille. Dazu kam noch eine weitere Bronzemedaille über 500m und der vierte Platz über 200m. Eine weitere Silbermedaille über 5000m blieb im durch eine Kenterung einen Meter vor der Ziellinie verwehrt. Eine gute Leistung mit Platz 5 Vierkajak der männlichen Jugend über 5000m zeigte die Mannschaft Tom Gleichfeld/Marius Hessel/Matti Kirchner-Gunbvald/Lars Tisselmann vom WV Schierstein.

Olympic Hope Games

Durch Ihre hervorragenden Leistungen bei den Deutschen Meisterschaften in Hamburg wurden Elin und Enja Rößeling, Rieke Rienäcker vom WVC Kassel und Simon Specht vom WSV Lampertheim für die Deutsche Nationalmannschaft für die Olympic Hope Games im polnischen Posen nominiert. Alle genannten Sportler wurden ihrer Nominierung gerecht. 

Simon Specht vom WSV Lampertheim gewann bei seinem ersten Internationalen Einsatz die Goldmedaille zusammen mit seinem Partner Thorben Illtz aus Lünen im Zweierkajak über 200m vor den Booten aus Polen und Serbien. Eine weitere Silbermedaille gewann er im Deutschlandvierer über 1000m. Mit einem vierten Platz im Einerkajak über 1000m konnte Simon seine Nominierung erneut bestätigen und man darf auf seine weitere sportliche Entwicklung gespannt sein.

In den Rennen der weiblichen Jugend konnten die drei Sportlerinnen vom WVC Kassel überzeugen und konnten alle Medaillen mit nach Hause nehmen. Silber gewannen Enja und Elin Rößeling im Zweierkajak über 500m hinter dem Boot aus Ungarn und vor Dänemark. In diesem Rennen erreichte Rieke Rienäcker zusammen mit Ihrer Partnerin aus Dresden den 5. Platz.

Nach einem zweiten Platz im Vorlauf hinter Weißrussland steigerte sich der Deutschlandvierer im Rennen über 500m mit Elin Rößeling und Rieke Rienäcker im Boot und gewann die Silbermedaille. Sieger in diesem Rennen wurde das Boot aus Ungarn. Enja Rößeling erreichte im zweiten Deutschlandvierer den fünften Platz. Im Viererkajak über 1000m gewannen Rieke Rienäcker und Enja Rößeling hinter den Booten aus Ungarn und Dänemark Bronze. 

Mit den gezeigten Leistungen in Posen haben sich unsere Hessischen Sportler in der Deutschen Nationalmannschaft hervorragend präsentiert. Jetzt bleibt es abzuwarten in welchen Bundeskader die Sportler für 2019 nominiert werden.

Die weiteren Platzierungen: 

200m: K1, Elin Rößeling, 7. Platz. K2, Rieke Rienäcker 5. Platz. 

1000m: K1, Enja Rößeling,  6. Platz. 

 

Text: Peter Horstfeld
Foto: Mike Pfaff

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