KANU-OUTRIGGER

Referenten-Team Kanu-Outriggersport in Hessen:
Melanie Meuser
Tel: 0176-43252707
E-Mail: outrigger1 (at) kanu-hessen.de

Jens Oechler
Tel: 069-17506263
E-Mail: outrigger2 (at) kanu-hessen.de
 

Vereine mit dem Sportangebot Kanu-Outriggersport
 

 

Das Ausleger Kanu –umgangssprachlich auch als Outrigger-Canoe (OC) bekannt-
ist mehr als ein altes, von Naturvölkern genutztes Boot…!

 

Diese für Deutschland relativ junge Wassersportart mit dem Auslegerkanu verspricht viel Exotik, die immer mehr anspruchsvolle Paddler, die die sportliche Herausforderung suchen, in ihren Bann zieht. Wie der Name schon sagt, geht es hierbei um Kanusport der besonderen Art. Dieser Bootstyp entspringt einer jahrtausend alten traditionellen polynesischen Bootskonstruktion, deren Aussehen und Fortbewegungstechnik bis heute fast unverändert geblieben ist. 

Vor ca. 5000 Jahren starteten die Boote im Südchinesischen Meer, zum Zweck der Besiedlung von über 10.000 südpazifischen Inseln. Durch die Erfindung des Auslegers (polyn. „Ama“) konnte der Bootsrumpf („Va’a“) sehr schmal konstruiert werden, was das Zurücklegen enormer Distanzen mit relativ hoher Geschwindigkeit und Sicherheit zuließ. Bis heute wird dieses Boot in seiner fast unveränderten Bauweise als gängiges Fortbewegungsmittel im Pazifischen Raum, wie auch Teilen des indischen Ozeans genutzt.

Diese Tradition wird vor allem in Polynesien sehr gepflegt und hat sich dort als eine der Nationalsportarten manifestiert. Auf Hawaii, Tahiti, Neuseeland und auch Australien werden internationale Regatten ausgetragen, mit extrem hohem sportlichem Anspruch. Distanzen von weit über 60 km sind keine Ausnahme. Die Sportversion des traditionellen Auslegerkanus, dessen Bauart sich bewusst an die der ursprünglichen Bauweise orientiert, unterscheidet sich eigentlich nur im Herstellungsmaterial. Diese werden vornehmlich aus Verbundkunststoffen hergestellt, wobei ein Trend zum Hybridboot aus Holz und Verbundstoffen stark im Kommen ist.

Die wichtigsten Bootstypen sollen hier genannt werden:V/OC - 1/2/3/4 und V/OC-6.

Unterschieden wird hierbei lediglich in den Kleinbootklassen ob ein Kanu ein fußgesteuertes Ruder besitzt oder nicht. Die auf Hawaii, Festland USA und auch Europa weit verbreiteten OC-1 und OC-2 Modelle sind im Regelfall sogenannte fußgesteuerte >Sit onTop’s<, währenddessen man im ursprünglich polynesischen Typ V1, analog zum Kajak im Boot sitzt und ausschließlich mit dem Paddel steuert.

Alle Großboote ab der Klasse V/OC-3/4/6 werden vom Steuermann mit dessen Paddel gesteuert (wobei einige Hersteller mittlerweile OC3 und OC6 Modelle mit integriertem Steuerruder vertreiben – diese sind aber bei internationalen Wettkämpfen nicht zugelassen).

Seit mehr als einem Jahrzehnt hat die Begeisterung auch in Europa Einzug gehalten. Vor allem in Frankreich wird der Sport mit viel Leidenschaft und großem Erfolg ausgeübt.

Die derzeit wichtigsten, europäischen Regatten werden dort ausgetragen. Aber auch in Italien, England, Schweden und den Niederlanden ist der Sport seit einigen Jahren sehr bekannt und populär. Hier in Deutschland wächst zunehmend die Begeisterung an dieser ungewöhnlichen Variante des Ocean-Sports. Nachdem man festgestellt hat, dass das Fahren nicht nur auf dem offenen Meer anspruchsvoll ist, sondern man auch die Herausforderung auf dem „schweren“ Süßwasser sucht, ist die Ausbreitung der OC-Begeisterung in Deutschland nicht mehr aufzuhalten.

Bislang war die Verbreitung von Informationen über diesen Sport vornehmlich nur Insidern zugänglich, was wohl daran liegt, dass der Begriff „Outrigger“ und Va’a noch nicht in allen Paddelsportkreisen bekannt ist. Zudem wird gerne das Gerücht verbreitet, dass die „OC-ler“ unbeirrbare Idealisten seien, denen der „normale“ Kanusport nicht genug anstrengend sei und sich zudem noch auf / in vorsintflutliche Kähne setzen.

Das zeichnet uns „OC-ler“ wahrlich als besondere Exoten aus, was wir gerne auch schmunzelnd zur Kenntnis nehmen. Jedoch ist es uns besonders am Herzen gelegen, diesen Sport auch als ernstzunehmende Variante des sogenannten Ocean-Sports innerhalb des Leistungssports anzuerkennen. Gleiches gilt auch für die beiden anderen Paddeldisziplinen des Ocean-Sports, dem SUP (Stand-Up Paddelboard) und dem Surfski.

Text: Jens Oechler

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