KANU-WILDWASSER NEWS

Bronze für Janina Piaskowski

Reichlich erschöpft aufgrund einer anstrengende Wettkampfwoche, jedoch als Lohn dafür mit einer Bronzemedaille und zwei undankbaren Holzmedaillen im Gepäck, haben Janina Piaskowski (KC Fulda) und Tobias Kroener (PG Kelsterbach) die Heimreise aus dem slowenischen Bovec angetreten, wo die europäischen Titelkämpfe der Wildwasserrennsportler stattfanden.

Für die zwei Nationalmannschaftsfahrer waren die Wettkämpfe quasi ein Heimspiel, da sie zusammen mit dem Team des Hessischen Kanu Verbandes schon seit mehreren Jahren das Oster-Trainingslager in Slowenien verbringen. Und dieser Streckenvorteil sollte sich an der EM auszahlen. Bei den Wettkämpfen über die klassische Distanz konnten Janina Piaskowski und Tobias Kroener ihr Wildwasserkönnen auf der knapp zwanzig minütigen Strecke unter Beweis stellen: Zwar sank der Pegel, anders wie von den beiden Hessen erhofft, wieder und die Strecke wurde durch den geringeren Wasserstand weniger wuchtig, dafür aber technisch anspruchsvoller, da mehr Steinhindernisse auftauchten.

Aufgrund des gesunkenen Wasserstandes musste am Wettkampfmorgen dann noch einmal in letzter Sekunde an der Linie gefeilt werden, um den, für den aktuellen Wasserstand, schnellsten Weg fahren zu können. Auf dem ungeliebten eher flacheren oberen Streckenabschnitt lag Piaskowski noch hinter den drei anderen deutschen Damen. Ihrem Ruf als famose Wildwassertechnikerin wurde sie jedoch auf dem sehr anspruchsvollen letzten Streckenabschnitt gerecht, wo sie die verlorene Sekunden durch schnellere Wege und einem grandiosen Endspurt wieder gut machen konnte und als zweitbeste Deutsche den elften Rang einfuhr. Ebenfalls Rang elf sicherte sich der 22 jährige Kroener, der seit dieser Saison für die PG Kelsterbach startet. Er verlor in seinem Rennen kontinuierlich Sekunden nach ganz vorn, am Ende jedoch war auch er zweit bester Deutscher, nur knapp hinter Paufler, dem Europameister von vor 2 Jahren.

Aufgrund der guten Einzelergebnisse wurden Kroener und Piaskowski vom Bundestrainer Gregor Simon für die Mannschaften gesetzt, bei der drei Boote gemeinsam die Strecke bewältigen müssen. Zusammen mit der Rosenheimerin Lisa Köstle und Alke Overbeck aus Braunschweig fuhr Janina Piaskowski auf einen starken dritten Rang. Mit der Bronzemedaille im Gepäck konnte sie sehr zufrieden die Classic Rennen abschließen.

Unerfreulicher lief es für die Herren Mannschaft, Kroener/Paufler(Rosenheim)/T.Heilinger(Köln), nach einem Dreher von Paufler in der technisch anspruchsvollen Friedhofstrecke, war die bis dato sichere Medaille in weiter ferne, trotz einer famosen Aufholjagd im letzten Abschnitt, reichte es am Ende nur für den undankbaren vierten Platz.

Krankheit schwächte das Deutsche Team

Freitags starteten dann die Sprintrennen mit den Qualifikationsläufen für das Finale am Samstag. Das sowieso schon kleine deutsche Team wurde aufgrund eines Magen-Darm-Virus weiter dezimiert, ein Sportler musste sogar abreisen. Auch die Fuldaerin blieb nicht verschont. Nach Absprache mit den Trainern ließ es Janina Piaskowski im ersten Lauf, bei dem sich die besten fünf direkt für das Finale qualifizieren, ruhig angehen, um Kräfte zu sparen. Im zweiten Lauf hieß es dann volles Risiko gehen, um sich das Ticket für das erträumte Finale zu sichern.

„Das war heute eine schwere Geburt und ich hab mich wirklich nicht fit gefühlt, aber es hat letztendlich doch noch gereicht und ich bin super glücklich, im Finale starten zu dürfen. Jetzt heißt es für morgen Kräfte sammeln und dann noch mal Vollgas geben“, so Piaskowski nach dem Rennen.

Im größten Feld der EM, dem Herren K1 reichte es für Kroener im ersten Lauf zu Platz 12, doch im zweiten Lauf unterliefen ihm zu viele Fehler, was eine verpasste Finalteilnahme bedeutete.

Im Finale am Samstag belegte Janina Piaskowski schließlich Platz 13. Nur 0,2 Sekunden hinter dem angestrebten Platz in den Top 10.

Kroener/Lemmen/Heilinger bildeten die abschließende K1 Herren Mannschaft. In einem an Dramatik und Spannung kaum zu überbietendem Abschlussrennen der Titelkämpfe verpassten die drei Deutschen denkbar knapp die erhoffte Medaille zum Abschluss der EM.

 

Text: David Piaskowski
Foto: Tobias Kroener

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