Philipp Josef fischt WM Bronze aus der Welle

Sort, in den spanischen Pyrenäen, dieses Jahr Austragungsort der Kanu-Freestyle Weltmeisterschaft, lockte Athleten von allen Kontinenten in das von hohen Bergen umgebene Tal. In verschiedenen Kategorien traten über 200 Sportler gegeneinander an. Mit dabei drei Athleten aus Hessen vom Limburger Kanu-Club im ESV.

Bis kurz vor dem Wettkampf wurde noch mit großem Aufwand an der Optimierung der Welle mitten im Ort gearbeitet. Der Kanusport prägt stark den Ort am kristallklaren Fluss, und erfährt starke Unterstützung durch die Gemeinde und katalanische Regionalregierung. Der gesamte Ort ließ sich von der Weltmeisterschaft begeistern. 

Für Joris Bruns war es der erste große internationale Wettkampf. Er startete in der Juniorenklasse U18 gegen eine harte Konkurrenz. Als bester deutscher Junior erreichte er Platz 17. Für Fabian Lenz war es der 6. große internationale Wettkampf, mittlerweile in der besonders umkämpften Männerklasse. Leider konnte er sich nicht auf die extrem dynamische Walze einstellen und erreichte schließlich Platz 49. 

Philip Josef, der Canadierspezialist, trat gleich in zwei Kategorien an. Zum einen in der Klasse der geschlossenen Einercanadier. Da es dort keine eigene Juniorenkategorie gibt, musste er sich als Junior mit den erfahrenen Männern messen. Mit Platz 15 schied er zwar bereits in den Vorläufen aus, war aber aufgrund der starken Konkurrenz von professionellen Athleten mit seinem Ergebnis zufrieden. 

Seine andere Kategorie war die des offenen Canadiers. Hier muss der Sportler in einem offenen Boot in die Walze fahren, welches sich während der "Moves" mit bis zu 40 Liter Wasser füllen kann. Dieses Boot dann noch zu einem Vorwärts-Salto (sog. Loop) zu bewegen, erfordert schon ein besonderes Geschick. Als sich Philip bereits in den Vorläufen auf Platz 1 schob und damit vor den amtierenden Weltmeister, war ihm die Aufmerksamkeit der Konkurrenten sicher. Auch im Halbfinale zeigte er starke Nerven und konnte sich einen Finalplatz sichern. Dort hatte Philip dann die lautstarke Unterstützung des gesamten deutschen Teams, das ihn von der Tribüne anfeuerte. Auch hier fuhr er sauber seine Moves. Allerdings konnten zwei seiner Konkurrenten höhere bewertete Moves "stehen" und verwiesen ihn damit auf Platz 3. Als jüngsten Teilnehmer dieser Kategorie war ihm der Jubel des gesamten Publikums sicher. Für das Deutsche Freestyle-Team war dies, neben drei weiteren Platzierungen unter den Top 5, die einzige Medaille. In 2011 hatten die Freestyler letztmalig bei einer Weltmeisterschaft eine Medaille errungen. 

Text und Fotos: Holger Lenz

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