Limburger bei Freestyle Weltmeisterschaft

Wettkämpfe im Dezember bei 40 Grad im Schatten. Ungewöhnliche Bedingungen für unsere hessischen Teilnehmer bei der Kanufreestyle Weltmeisterschaft in Argentinien. 300 Athleten aus 26 Nationen versammelten sich in Vor-Kordillere bei San Juan, um die Weltmeister zu küren. Mit dabei aus Limburg von Kanu-Club im Eisenbahner Sportverein die Sportler Stefanie Schmollack, Philip Josef und Fabian Lenz, begleitet von Clemens Josef als Coach und Holger Lenz als Team Captain des Nationalteams.

Beim Kanu-Freestyle müssen die Paddler in einer Wasser Walze ihre Tricks, sogenannte Moves zeigen. Ähnlich anderen Freestyle Sportarten wie Snowboard oder BMX werden diese je nach Schwierigkeitsgrad von 3 Schiedsrichtern bewertet. Über Vorläufe, Halbfinale und Finale mit jeweils 45sec langen Präsentationen werden schließlich die Besten ermittelt.

Die Hessen waren mit dem Deutschen Nationalteam bereits eine Woche vor den Wettkämpfen angereist, um sich auf die lokalen Wasserbedingungen einzustellen, sowie sich zu akklimatisieren. Da an der Wettkampfstelle tagsüber Hochbetrieb herrschte und die Trainingszeiten für die 26 Nationen aus allen Kontinenten kurz getaktet waren, legten die Sportler morgens gegen 4 Uhr vor dem Frühstück bei Flutlicht zusätzliche Trainingseinheiten ein. 

Mit einer spektakulären Eröffnungsfeier bei der zentralen Oper inmitten San Juans wurde die Weltmeisterschaft mit viel argentinischer Prominenz eröffnet. Hier gab es nach dem Einmarsch der Athleten nicht nur die üblichen Reden, sondern auch typische Tango-Vorführungen, spontane Tanzeinlagen der Cheerleader mit den Athleten und ein beeindruckendes Feuerwerk.

Eine harte Konkurrenz erwartete dann die hessischen Sportler mit Beginn der Wettkämpfe. Als erster musste Fabian Lenz in der Klasse der männlichen Junioren antreten. War sein erster Lauf nicht ganz zu seiner Zufriedenheit, legte er im zweiten Lauf der Vorläufe noch mal gehörig zu und verpasste mit 1270 Punkten zwar ganz knapp das Halbfinale, konnte aber mit dem 11. Platz sehr zufrieden sein. Dies insbesondere da er von allen deutschen Wettkämpfern die höchste Punktzahl erreichen konnte. 

Als nächste war Stefanie Schmollack in der Klasse der Damen am Start. Hier war das Teilnehmerfeld größer als bei allen bisherigen Weltmeisterschaften. Stefanie schaffte es, hochkonzentriert alle Ihre Tricks auszupacken. Mit Platz 36 war sie hochzufrieden, hatte sie mehr Punkte gefahren als bei Ihren nationalen Wettkämpfen im vergangenen Jahr. 

Schließlich startete dann noch Philip Josef in der Klasse der Einercanadier. Diese stellen eine besonderer Herausforderung dar, werden sie doch im Knien mit nur einem Paddelblatt gefahren. Mit seinen 16 Jahre jüngster Teilnehmer im gesamten Feld, erreichte er mit konstant guten Leistungen einen beachtlichen 14. Platz. 

Für die Finalwettkämpfe, leider ohne deutsche Beteiligung, hatte sich die Veranstalter etwas besonderes ausgedacht. Sie fanden in den späten Abendstunden bei Flutlicht statt, während das gesamte Tal durch Scheinwerfer in den verschiedensten Farbtönen getaucht war. So waren die Zuschauer auf den vollbesetzten Tribünen dann völlig von der Atmosphäre verzaubert. Als Krönung gab es schließlich noch ein spektakuläres Feuerwerk. 

Noch völlig von den Erlebnissen und Kontakten mit den Sportlern aus aller Herren Länder fasziniert hieß es dann allerdings wieder die weite Heimreise ins winterliche, vorweihnachtliche Deutschland anzutreten. Während der gesamten Wettkämpfe hatten Freunde und Bekannte die hessischen Athleten live im Internet verfolgt und mitgefiebert. Daher wurden sie im heimischen Bootshaus dann feierlich von ihren Vereinskameraden empfangen. 

Text/Fotos: Holger Lenz

 

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