KANU-WILDWASSER NEWS

Jil-Sophie Eckert für Wildwasser WM qualifiziert

Banges Warten im Zielbereich - welche Zeiten haben die Konkurrenten gefahren, wie stehen die eigenen Chancen im Kampf um einen Kader-Platz für die Wildwasserrennsport Weltmeisterschaft, die vom 31.05. bis 03.06.2018 im Muotathal (Kanton Schwyz) stattfindet. Diese Fragen stellten sich Janina Piaskowski, Jil-Sophie Eckert (beide KC-Fulda) und Tobias Kroener (WS Wiesbaden) bei den Qualifikationswettkämpfen die auf der Muota ausgetragen wurden. Alle drei Sportler des Hessischen Kanu Verbandes starteten in der Kategorie K1 Damen bzw. Herren.

Die Vorbereitung auf die zwei Wettkampftage, die aus jeweils zwei Sprintläufen und einem Classicwettkampf bestand, absolvierte das Team Hessen gemeinsam, um voneinander zu profitieren und sich optimal auf die Selektion vorzubereiten. Piaskowski und Kroener waren schon 2017 im Aufgebot des Weltcupteams und konnten im letzten Jahr bereits die Streckenkenntnisse von 2013 auffrischen, als der Kanu Club Fulda hier die Deutschen Meisterschaften austrug.

Abermals präsentierte sich das Moutathal von seiner schönsten Seite und perfekte äußere Bedingungen sorgten Dank des schneereichen Winters für sehr hohe, jedoch im Tagesverlauf auch sehr wechselhafte Pegelstände. Dank der langjährigen HKV-Lehrgangsarbeit in Bovec (SLO) kamen die äußeren Bedingungen den Athleten aus Hessen entgegen. Alle Drei sind ausgewiesene Wildwasserspezialisten und witterten ihre Chance, eben diesen Vorteil, der Ihnen Dank Hochwasser beim Weltcup´17 bereits in die Karten spielte, erneut zu nutzen.

Leider sank der Pegel auf Grund tiefer nächtlicher Temperaturen von Freitag auf Samstag. Trotzdem startet das Trio höchst konzentriert, optimal vorbereitet und unterstützt, durch Uwe Klettenheimer (PG Kelsterbach), in die Wettkämpfe.

Jil-Sophie Eckert als ausgewiesene Sprint-Spezialistin, schonte ihre Kräfte ein wenig im ersten Classicrennen. Janina Piaskowski schlug sich im Verhältnis zu ihrem berufsbedingten Trainingsaufwand sehr gut. Tobias Kroener, der seine Chance am höchsten in der Gesamtwertung einschätzte, belegte einen überraschend starken dritten Platz, nur 2,3 sec. hinter dem amtierenden Classic Europameister der LK. Beflügelt vom guten Auftakt wurde die getrübte Stimmung auf Grund des geringen Pegels ein wenig aufgehellt. Im Sprint am Nachmittag wurde Jil-Sophie Eckert ihrer Favoritenrolle gerecht. Janina Piaskowski positionierte sich auf einem guten vierten Rang und Tobias Kroener, letztes Jahr noch bester Deutscher im Sprint Weltcup, blieb deutlich hinter der Vorjahresleistung zurück.

Für den zweiten Wettkampftag war das Motto klar, ,,Angriff ist die beste Verteidigung, des bereits erreichten. Am zweiten Selektionstag zeigte sich Jil-Sophie Eckert in Topform. Janina Piaskowski wollte unbedingt unter die ersten vier im Sprint kommen, verfehlte jedoch ihr persönliches Ziel, nach Fahrfehlern in beiden Läufen. Tobias Kroener verbesserte sich gegenüber dem Vortag, dennoch klaffte eine Lücke zu den ersten vier Sprintern. Somit sollte das Classicrennen für Piaskowski und Kroener das Zünglein an der Waage sein, bei steigenden Pegeln steigerten sich Beide in ihren Fahrzeiten deutlich. Anschließend begann das bange Warten. Doch auch die Konkurrenz lies sich nicht lumpen und konnte sich gegenüber dem ersten Classic am Vortag ebenfalls deutlich steigern. Somit erfüllte sich der Traum einen WM-Platz zu erreichen nur für Jil-Sophie Eckert, mit zwei überragenden Sprintrennen. Für Tobias Kroener waren letztendlich die beiden schlechten Sprintergebnisse der ausschlaggebende Grund diesen angestrebten Platz zu verpassen. Janina Piaskowski, die sich bei höheren Pegelständen durchaus Chancen ausgerechnet hatte, blieb im Rahmen ihrer Möglichkeiten, leider war ihre Tagesform letztendlich nicht optimal und entschied über Sieg und Niederlage.

Die Woche hat dennoch gezeigt, dass die HKV´ler eine gute Truppe sind und die Zusammenarbeitet über Vereinsgrenzen hinweg wunderbar funktioniert. Einen riesigen Dank geht an Uwe Klettenheimer, der als Betreuer, Shuttle-Bunny und Trainer das Team optimal auf die Qualifikation einstimmte.

 

Text: Tobias Kroener
Foto: Tobias Kroener kämpft mit den Naturgewalten (Fotograf: David Lemmen)

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